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Chemisch-technische und hygienische Wasseruntersuchung

Probenahme vom 16.10.201429.04.201506.07.201519.10.201505.04.201618.07.201624.10.2016
  Grenzwert              
Temperatur (vor Ort) in °C  

15,2

12,2

17,8

14,0

9,8

18,8 13,2
pH-Wert 6,5-9,5 7,73 7,64 7,30 7,49 7,49 7,55 7,66
Gesamthärte (Calciumcarbonat) in mmol/l   2,40 2,42 2,35 2,37 2,18 2,37 2,41
Gesamthärte in °dH   13,4 13,6 13,2 13,3 12,2 13,3 13,5
Härtebereich   mittel mittel mittel mittel mittel mittel mittel
Calcium (Ca) in mg/l   56,3 55,8 53,2 55,9 51,6 56,9 56,2
Magnesium (Mg) in mg/l   24,3 25,1 24,8 23,7 21,7 23,2 24,5
Natrium (Na) in mg/l 200 44,0 47,0 46,9 47,6 53,6 45,6 42,2
Kalium (K) in mg/l   1,2 1,3 1,1 1,1 1,2 1,1 1,0
Eisen (Fe) in mg/l 0,2 < 0,005 < 0,005 < 0,005 < 0,005 < 0,005 < 0,005 < 0,005
Mangan (Mn) in mg/l 0,05 < 0,005 < 0,005 < 0,005 < 0,005 < 0,005 < 0,005 < 0,005
Ammonium (NH4) in mg/l 0,5 0,03 < 0,01 0,09 < 0,01 < 0,01 < 0,01 0,01
Chlorid (Cl) in mg/l 250 3,9 2,0 1,9 4,9 4,2 4,3 4,1
Bromat (BrO3) in mg/l 0,01 < 0,002 < 0,002 < 0,002 < 0,002 < 0,002 < 0,002 < 0,002
Sulfat (SO4) in mg/l 250 13,2 7,6 5,5 14,6 10,5 14,0 13,9
Blei (Pb) in mg/l 0,025 < 0,001 0,001 < 0,001 < 0,001 < 0,001 < 0,001 < 0,001
Arsen (As) in mg/l 0,01 0,003 0,003 0,002 0,003 0,003 0,002 0,003
Bor (B) in mg/l 1 0,03 0,05 < 0,02 0,03 0,04 0,03 0,04
Cadmium (Cd) in mg/l 0,003 < 0,0003 < 0,0003 < 0,0003 < 0,0003 < 0,0003 < 0,0003 < 0,0003
Chrom (Cr) in mg/l 0,05 < 0,005 < 0,005 < 0,005 < 0,005 < 0,005 < 0,005 < 0,005
Cyanide, gesamt, in mg/l 0,05 < 0,005 < 0,005 < 0,005 < 0,005 < 0,005 < 0,005 < 0,005
Kupfer (Cu) in mg/l 2 0,015 0,032 < 0,005 0,015 0,006 0,007 0,006
Fluorid (F) in mg/l 1,5 0,11 0,10 0,12 0,12 0,15 0,18 0,17
Nickel (Ni) in mg/l 0,02 < 0,002 < 0,002 < 0,002 < 0,002 < 0,002 < 0,002 < 0,002
Nitrat (NO3) in mg/l 50 < 1,0 < 1,0 < 1,0 < 1,0 < 1,0 1,2 1,1
Nitrit (NO2) in mg/l 0,5 < 0,02 < 0,02 < 0,02 < 0,02 < 0,02 < 0,02 < 0,02
Quecksilber (Hg) in mg/l 0,001 < 0,0002 < 0,0002 < 0,0002 < 0,0002 < 0,0002 < 0,0002 < 0,0002
Aluminium (Al) in mg/l 0,2 < 0,02 < 0,02 < 0,02 < 0,02 < 0,02 < 0,02 < 0,02
Selen (Se) in mg/l 0,01 < 0,0005 < 0,0005 < 0,0005 < 0,0005 < 0,0005 < 0,0005 < 0,0005
Uran (U-238) 0,01 < 0,0001 < 0,0001 < 0,0001 0,0003 < 0,0001 0,0001 0,0001
Benzol in mg/l 0,001 < 0,0001 < 0,0001 < 0,0001 < 0,0001 < 0,0001 < 0,0001 < 0,0001
Atrazin in mg/l 0,0001 < 0,00003 < 0,00002 < 0,00002 < 0,00002 < 0,00002 < 0,00002 < 0,00002
Desethylatrazin in mg/l 0,0001 < 0,00003 < 0,00002 < 0,00002 < 0,00002 < 0,00002 < 0,00002 < 0,00002

Beurteilung der Ergebnisse vom 18.07.2016

Allgemeine Beurteilung

Die Gesamthärte von 13,3°dH entspricht dem durch das Waschmittelgesetz festgelegten Härtebereich "mittel".
Die Werte für Natrium, Kalium, Nitrat, Chlorid und TOC liegen im Normalbereich. 
Der Sauerstoffgehalt ist ausreichend hoch. Eisen, Mangan, Arsen und Ammonium sind nicht bzw. nur in unbedeutender Menge nachweisbar. Die Funktion der Aufbereitung ist daher einwandfrei.

Die Untersuchungen auf die Parameter der Anlagen 2 und 3 der TrinkwV ergeben -soweit untersucht- keinen Grund zur Beanstandung.

Atrazin und Desethylatrazin sind nicht nachweisbar. Der PSM-Grenzwert gilt damit als eingehalten.

 

Korrosionschemische Beurteilung

Mit einer Calcitlösekapazität von -16 mg/l CaCO³ hat das Wasser eine unbedeutende Tendenz in Richtung kalkabscheidend. Die Forderungen der TrinkwV an das Kalklösungsvermögen sind eingehalten.

Die in DIN EN 12502 Teil 2, 4 und 5 und DIN 50930 Teil 6 genannten Parameter pH-Wert, Säurekapazität bis pH 4,3, Calcium-, Sauerstoff-, Chlorid- und Sulfatgehalt entsprechen den dort genannten Anforderungen zur Schutzschichtbildung auf
- Gusseisen und niedrig- und unlegierten Stählen,
- nichtrostenden Stählen,
- Kupfer und Kupferlegierungen und
- innen verzinntem Kupfer,
so dass bei diesen Werkstoffen die Anforderungen, die aus korrosionschemischer Sicht an Trinkwasser gestellt werden, grundsätzlilch erfüllt sind.
Asbestzement und andere zementgebundene Werkstoffe werden nicht angegriffen.

EINSCHRÄNKUNGEN:

- Schmelztauchverzinkte Eisenwerkstoffe dürfen nach DIN 50930 Teil 6 in der geänderten Fassung vom Oktober 2013 nicht mehr eingesetzt werden, da die Basekapazität bis pH 8,2 größer als 0,2 mmol/l ist. Im Warmwasserbereich wird generell -d.h. unabhängig vom Chemismus- von der Verwendung verzinkten Stahls abgeraten (DIN EN 12502 Teil 3; twin:2002). Verzinkter Stahl sollte daher in der Trinkwasserinstallation prinzipiell nicht eingesetzt werden. Grundsätzlich gilt, dass Werkstoffe für neue Installationssysteme so ausgewählt werden müssen, dass gesonderte Schutzmaßnahmen nicht erforderlich sind. Wird allerdings bei älteren Anlagen eine erhöhte Abgabe von Korrosionsprodukten infolge einer erhöhten Basekapazität bis pH 8,2, eines zu hohen Neutralsalzquotienten S1 oder eines zu hohen Zinkgerieselquotienten S2 festgestellt, lässt sich diese durch die Zugabe von Korrosionsschutzmitteln wie Phosphate, Silikate oder deren Gemische günstig beeinflussen. Es dürfen nur zugelassene Zusatzstoffe und zertifizierte Dosiersysteme verwendet werden.
- Messinge haben eine hohe Anfälligkeit für Spannungsrisskorrosion. Das Schadensrisiko läßt sich vermindern, wenn bei der Verarbeitung der Bauteile kritische Zugspannungen vermieden werden. Eine Wärmebehandlung der fertigen Bauteile reduziert die Wahrscheinlichkeit der Spannungsrißkorrosion insgesamt (DIN EN 12502 Teil 2). Die Wahrscheinlichkeit der Entzinkung von Messing steigt mit dem Zinkgehalt und der Temperatur (DIN EN 12502 Teil 2). Entzinkungsbeständige Messinge hemmen die Entzinkung.
- Die elektrische Leitfähigkeit (bei 20°C) ist größer als 500 µS/cm und liegt damit in einem Bereich, in dem die Korrosionswahrscheinlichkeit bei Edelstahlplattenwärmetauschern, die mit Kupfer hartgelötet sind, erhöht sein kann.

ZUSAMMENFASSUNG:
Aus korrosionschemischer Sicht können außer verzinktem Stahl grundsätzlich alle im Verteilungsnetz und in der Trinkwasserinstallation üblichen Werkstoffe eingesetzt werden.
Im Falle von Edelstahlplattenwärmetauschern, die mit Kupfer hartgelötet sind, sollte beim Hersteller abgeklärt werden, ob sie unter den gegebenen Umständen eingesetzt werden können.


Uran im Trinkwasser

Ergebnis der am 07.08.2008 durchgeführten Wasserprobe: 0,1 Mikrogramm je Liter (URAN_BEFUND_20080807.pdf)

Ergebnis der am 11.06.2010 durchgeführten Wasserprobe: 0,2 Mikrogramm je Liter (TrinkwUntersuchg_Pharma-und-Uran_20100610.pdf)

Seit 1. November 2011 beträgt der Grenzwert für Uran lt. novellierter Trinkwasserverordnung 10 µg/l.


Arzneimittelrückstände im Trinkwasser

Ergebnis der am 11.06.2010 durchgeführten Wasserprobe (siehe auch TrinkwUntersuchg_Pharma-und-Uran_20100610.pdf):

Pharmawirkstoffe sind - soweit untersucht - nicht nachweisbar. Auch ist nicht damit zu rechnen, dass weitere Pharmawirkstoffe aus dem Humanbereich enthalten sind. Auch sind Veterinär-Antibiotika nicht nachzuweisen, so dass es auch sehr unwahrscheinlich ist, dass Pharmawirkstoffe aus dem Bereich der Tiermedizin enthalten sind.


Perfluorierte Verbindungen (PFC) im Trinkwasser

Aufgrund der derzeit gültigen gesetzlichen Bestimmungen ist der Zweckverband nicht verpflichtet, das Wasser auf perfluorierte Verbindungen (PFC) untersuchen zu lassen. Trotzdem wurde die Untersuchung veranlasst mit dem Ergebnis, dass sämtliche untersuchten Verbindungen nicht nachweisbar sind (siehe BEFUND30_PFC_2012-11-05.pdf)

Notrufnummer

Störungsdienst 24h
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